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Semester: WS 17/18

Hoffnung - keine Frage der Zukunft

Meine Hoffnungen, meine Befürchtungen - Selbsterfahrung und Supervision mit Theoriereflexion

LeiterInnen: Univ.-Doz. HSProf.Mag.Dr. Peter F. Schmid

Zuunterst, am Boden der Büchse der Pandora mit all ihrem Unheil, lag die Hoffnung. "Zeus wollte nämlich, dass der Mensch, auch noch so sehr durch die anderen Übel gequält, doch das Leben nicht wegwerfe, sondern fortfahre, sich immer von Neuem quälen zu lassen. Dazu gibt er dem Menschen die Hoffnung: sie ist in Wahrheit das übelste der Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert."
Friedrich Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches


Hoffnung – Was heißt das eigentlich? Und worauf hoffen wir?

Furcht – Wie unser Leben in der schmerzlichen Ambivalenz zwischen Hoffnung und Angst, ja bisweilen Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, ausgespannt ist.

• Optimismus, Zukunftsglaube, Erwartungen, Wunschvorstellungen, Vertrauensseligkeit, Selbstwirksamkeitserwartung (perceived self-efficacy; Bandura), Erfolgsstreben, Erhofftes, Vertröstungen ... — als pervertierte Formen von Hoffnung.

Die personzentrierten Dimensionen: Präsenz/Gegenwärtigkeit als Ausdruck von Hoffnung. — Hoffnung und Vertrauen in der therapeutischen Beziehung versus Erfolgsorientierung und Machbarkeitsvorstellungen. — Hoffnung, (In-)Kongruenz und Selbstkonzept. — Hoffnung als "Sprache" der Aktualisierungstendenz.

Hoffnung ist (wie ihre Schwestern Vertrauen und Liebe) eine existenzielle Grundhaltung, nicht einfach eine innerliche Reise in die Zukunft oder eine optimistische Einstellung, dass "es auch wieder besser wird", dass etwas "schon gut werden wird" oder "schon seinen Sinn hat". Hoffnung hat vielmehr mit der Gegenwart zu tun (sie ist eine Einstellung, die wir jetzt haben) und mit personalen Beziehungen (wir setzen unsere Hoffnung in jemanden). Sie ist existenzbegründend und sinnstiftend (und, so gesehen ein "Prinzip"; vgl. Ernst Bloch) oder aber in ihrer missverstandenen Form eine Lebenslüge.

Soll man sich "besser nicht allzuviel Hoffnungen machen", um Enttäuschungen zu vermeiden? "Stirbt die Hoffnung zuletzt?" (einer der am meisten missbrauchten Sprüche).

Kann Therapie Hoffnung fördern? Soll sie das? Wie vermeidet der Therapeut bzw. die Therapeutin, "falsche Hoffnung zu machen"? Wie lässt sich über therapeutische Hoffnung Rechenschaft ablegen?

In der respektvollen Haltung einer personzentrierten Gruppe ist es möglich, sich mit den eigenen Einstellungen zur Hoffnung differenziert auseinanderzusetzen. Es kann auf verschiedenen Ebenen gearbeitet werden, ganz nach den Bedürfnissen und Möglichkeiten der TeilnehmerInnen: im Gespräch, durch Arbeit mit dem Körper, durch nonverbale Kommunikation, mit kreativen Mitteln, mittels Aufstellungen u.a.

Nähere Info: workshops.pfs-online.at

Das Seminar wird auch zur Fortbildung für PsychotherapeutInnen, BeraterInnen und SupervisorInnen empfohlen.
Fort- und Weiterbildungsveranstaltung im Sinne des Psychotherapiegesetzes und der Fort- und Weiterbildungsrichtlinien des Bundesministeriums (Fortbildungsverpflichtung).

Erster Termin: 03.03.2018, 13.30 Uhr

Termine:
3.-4. März 2018:
Samstag 13.00 - 21.00 h, Sonntag 13.00 – 17.00 h

Adresse: Praxis Peter F. Schmid, Koflergasse 4/26, 1120 Wien

Kosten:
Frühzahlerpreis (bis 3. 12. 2017) 250 EUR,
Normalpreis 275 EUR für IPS-Mitglieder und TeilnehmerInnen am APG-Propädeutikum;
sonst Frühzahler 270 EUR, Normalpreis 295 EUR.

Bitte beachten Sie die Teilnahme- und Zahlungsbedingungen. (http://workshops.pfs-online.at)

Anmeldung:
• am einfachsten online: pfs-online.at/1/anmeld.htm
• mit formloser E-Mail an registration@pfs-online.at.
• telefonisch +43 699 81513190. Auch Anrufbeantworter (bitte keine SMS).
• mit der Post an Praxis Peter F. Schmid, 1120 Wien, Koflergasse 4.
Bitte geben Sie an, für welche Veranstaltung(en) Sie sich anmelden wollen, Ihren Namen, Ihre Adresse, Mailadresse und Telefonnummer

Anzahl TeilnehmerInnen: keine Beschränkung

Kategori(en): Wahlpflicht-Fachspezifikum / andere Lehrveranstaltung / Vorträge und Symposien / Fortbildung

Anrechnungstyp(en): Aufnahmeverfahren / Propädeutikum / Supervision-Wahlpflicht

Disslergasse 5/4, A-1030 Wien | Tel: +43 / 1 / 713 7796 | Fax: +43 / 1 / 718 7832 | Email: office@apg-ips.at | © 1998-2017 APG.IPS , Wien, Austria | Haftungsausschluss | Impressum
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