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Semester: WS 17/18

Der lange Schatten des Krieges

Transgenerationale Weitergabe von Kriegserlebnissen

LeiterInnen: Gabriele Hasler
Mag.a Karin Macke

Gefühle der Heimatlosigkeit oder des Getriebenseins, der Orientierungslosigkeit, von Angst und Verzweiflung, aber auch Depressionen, Anpassungs- sowie Bindungsstörungen können (Langzeit) - Folgen von Zerstörungs-, Verlust-, Flucht- und Mangelerfahrungen aus der Zeit des 2. Weltkrieges oder aktueller Kriegsgeschehnisse sein, die sich über Generationen ausgewirkt haben und immer noch auswirken. Menschen, die nach 1945 geboren wurden, haben fast immer Eltern oder Großeltern, die in ihrer Kindheit traumatisierende Kriegserlebnisse machen mussten. In der Nachkriegszeit waren Erwachsene dann einerseits mit dem eigenen Leid und ihren schrecklichen Erfahrungen beschäftigt, andererseits hofften sie, dass die Kinder schnell vergessen würden oder nichts davon „mitbekommen“ hätten. Sprachlosigkeit und emotionale Unerreichbarkeit waren die unsichtbaren Kriegsfolgen, die das Lebensgefühl der Nachkommen präg(t)en.
So wirken diese Familiengeschichten lange nach und können auch noch die Kinder und Enkel der Kriegskinder in ihrer Lebensqualität einschränken. Das Wissen um sowie die kritische Auseinandersetzung mit diesen Phänomenen ist daher von großer Bedeutung in der personzentrierten Arbeit.
Wir werden uns in diesem Seminar exemplarisch mit den eigenen Familiengeschichten auseinandersetzen und Zusammenhänge zwischen den spezifischen Erlebnissen der Kriegsgenerationen und der eigenen heutigen Lebenshaltung hinterfragen.

Erster Termin: 16.02.2018

Termine:
Freitag, 16. Februar 2018 17.00 - 21.00 und Samstag, 17. Februar 2018 9.00 - 18.00

Adresse: praxis22, Wulzendorfstr. 30B, 1220 Wien

Kosten:
EUR 250,- für IPS–Mitglieder und TeilnehmerInnen am APG-Propädeutikum;
sonst EUR 300,-. Es gelten die Zahlungsbedingungen des IPS.

Anmeldung:
Gabriele Hasler, 0664/8670703, gabriele.hasler@aon.at oder Mag.a Karin Macke, 06991/2128009, macke@frauenberatenfrauen.at

Anzahl TeilnehmerInnen: 7 - 16

Anrechenbarkeit:
Alle Aus-, Fort- und Weiterbildungen, ausgenommen KJPT: 15 Stunden Wahlpflicht, anrechenbar für Selbsterfahrung und/oder Theorie (Fachspezifikum: AO alt: 1a, 2b, 3b; AO neu: a, b oder c); für das Propädeutikum: 15 Stunden Selbsterfahrung; für alle Aufnahmeverfahren: 15 Stunden Selbsterfahrung; für Fortbildung: 15 Stunden

Kategori(en): Wahlpflicht-Fachspezifikum / andere Lehrveranstaltung / Fortbildung

Anrechnungstyp(en): Aufnahmeverfahren / Propädeutikum / Theorie-Wahlpflicht / Selbsterfahrung-Wahlpflicht / Fortbildung

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