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Semester: ss18

Schuld, Scham und Schuldgefühle

Selbsterfahrung und Supervision mit Theoriereflexion

LeiterInnen: Univ.-Doz. HSProf.Mag.Dr. Peter F. Schmid

Schulderfahrung: Schuld als allgemeinmenschliches, existenzielles und zwischen-menschliches, nicht als moralisches Phänomen. Was wir uns und einander schuldig bleiben.

Schuldgefühle: Die Rolle von Gewissen, Ängsten, Strafen, Über-Ich, Aggression, Schuldzuweisungen, Reue, Sühne, Wiedergutmachung u.a.

Scham und Beschämung: Schüchternheit, Verlegenheit, Peinlichkeit, Minderwertigkeitsgefühl, Selbstzweifel, Selbstabwertung, Selbsthass, Schande einerseits versus andrerseits Bloßstellung, Lächerlichmachen, Anprangerung, Demütigung, Verletzung der Intimsphäre, Begierde, Exhibitionismus & Voyeurismus, Entwürdigung. Zum Thema gehören auch: Soziale Ängste und Sozialphobien, Konformität, Perfektionismus und Zynismus, das Familiengeheimnis / die Familienschande, Masken der Scham, Tabus, Facepalm, Fremdschämen, empathische Peinlichkeit, Gegenbeschämung.

Der Zusammenhang von Schuld, Schuldgefühlen und Scham mit psychischem Leiden (z.B. Depressionen, Zwänge, Psychosomatosen u.a.): Von der Psychopathologie zur leidenden Person.

Schuld gibt es mit und ohne Schuldgefühle, und Schuldgefühle mit und ohne Schuld. Zum Ernstnehmen der KlientInnen und der "Schattenseiten des Lebens" gehört auch die Beschäftigung in Theoriebildung und Therapiepraxis mit diesen existenziellen Phänomenen, auch wenn ihnen die meisten Therapierichtungen heute weniger Beachtung schenken als früher.

Scham entsteht durch "den Blick des anderen" (Seidler) und ist eine wichtige Komponente der Persönlichkeitsentwicklung: Wer dauernd "den Kopf senkt" oder "den Schwanz einzieht", dessen Selbst ist insgesamt in Frage gestellt und inkongruent. Genauso ist dem, der "keinen Genierer kennt" oder der sein Selbstwertgefühl durch Lächerlichmachen und Abwertung anderer aufrechterhalten muss, die Abgrenzung von anderen nicht gelungen. Gesunde Entwicklung führt zur Ausbildung einer persönlichen Schamschwelle, die das jeweils individuelle Verhältnis zur Norm widerspiegelt und reguliert.

In diesem Workshop setzen wir uns theoretisch und praktisch mit der Frage auseinander, wie im Rahmen eines personzentrierten Menschen-bildes und Handlungskonzeptes Schuld und Schuldgefühle verstanden werden können. Wir tauschen Erfahrungen aus und suchen nach Wegen, wie ein heilsamer Umgang mit Schulderfahrungen stattfinden kann.

In der respektvollen Haltung einer personzentrierten Gruppe ist es möglich, sich mit den eigenen Einstellungen zu Schulderfahrungen und -gefühlen differenziert auseinanderzusetzen. Es kann auf verschiedenen Ebenen gearbeitet werden, ganz nach den Bedürfnissen und Möglichkeiten der TeilnehmerInnen: im Gespräch, durch Arbeit mit dem Körper, durch nonverbale Kommunikation, mit kreativen Mitteln, mittels Aufstellungen u.a.

Nähere Info: workshops.pfs-online.at

Das Seminar wird auch zur Fortbildung für PsychotherapeutInnen, BeraterInnen und SupervisorInnen empfohlen.
Fort- und Weiterbildungsveranstaltung im Sinne des Psychotherapiegesetzes und der Fort- und Weiterbildungsrichtlinien des Bundesministeriums (Fortbildungsverpflichtung).

Erster Termin: 17.03.2018

Termine:
17.-18. März 2018:
Samstag 13.00 - 21.00 h, Sonntag 13.00 – 17.00 h

Adresse: Praxis Peter F. Schmid, Koflergasse 4/26, 1120 Wien

Kosten:
Frühzahlerpreis (bis 17. 12. 2017) 250 EUR,
Normalpreis 275 EUR für APG•IPS-Mitglieder und TeilnehmerInnen am APG-Propädeutikum;
sonst Frühzahler 270 EUR, Normalpreis 295 EUR.

Bitte beachten Sie die Teilnahme- und Zahlungsbedingungen pfs-online.at/1/anmeld.htm

Anmeldung:
• am einfachsten online: pfs-online.at/1/anmeld.htm
• mit formloser E-Mail an registration@pfs-online.at
• telefonisch +43 699 81513190. Auch Anrufbeantworter (bitte keine SMS).
• mit der Post an Praxis Peter F. Schmid, 1120 Wien, Koflergasse 4.
Bitte geben Sie an, für welche Veranstaltung(en) Sie sich anmelden wollen, Ihren Namen, Ihre Adresse, Mailadresse und Telefonnummer

Anzahl TeilnehmerInnen: keine Beschränkung

Anrechenbarkeit:
SE, SV, Th

Kategori(en): Wahlpflicht-Fachspezifikum / andere Lehrveranstaltung / Fortbildung

Anrechnungstyp(en): Aufnahmeverfahren / Propädeutikum / Theorie-Wahlpflicht / Selbsterfahrung-Wahlpflicht / Supervision-Wahlpflicht / Fortbildung

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